Die Online-Schülerzeitung der IGS Aurich-West


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Montag, 23. März 2009

Deutschland sucht den Superstar?

Bei DSDS ist es das Ziel einen Superstar zu finden. Nur ist das etwas untergegangen.
Ist euch schon mal aufgefallen, dass fast alle Kandidaten von DSDS einen tragischen Unfall oder sonstige Schicksalsschläge hatten? Sowas lässt sich nunmal gut verkaufen. Leute die einfach nur gut singen sind ja auch langweilig.
Und so gewinnt nicht der, der am besten singt sondern der mit den meisten Fans. Sei es drum ob sie ihn nun mögen weil er so toll singt, die Haare schön hat, mit einem verwandt ist etc.

Was außer dem Superstar während der Show noch gesucht wird ist das Superopfer. Hier ist es Annemarie. Die Kandidaten wurden befragt, wen sie am ehesten rauswählen würden. Wenn dann aber nur Annemaries Antwort, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, als einziges gezeigt wird, kommt das schon feindlich rüber und schon haben wir die böse Kuh, die sich jede Folge einen teuflischen Plan ausheckt mit dem sie die Weltherrschaft...ach nee, die anderen aufhält Superstar zu werden um selbst "das Glück" zu haben. Dann wird nochmal schön von allen Seiten auf die Böse draufgehauen und alle sind glücklich... fast alle.
Wer also Superstar werden will muss
1. Aufpassen dass er nicht vom Sender gemobbt wird.
2. Genug Leutchen an der Hecke zehn Euro zustecken, damit die ihn während der Show anrufen,
3. irgendwas trauriges erzählen...
4. und vielleicht auch ein bisschen singen können...

Donnerstag, 6. November 2008

Kommentar zum Wahlgewinn Obamas



Für einen angekündigten Messias bleibt der Mann erstaunlich nüchtern: Da haben die Amerikaner den ersten schwarzen US-Präsidenten gewählt, da hat einer die beiden mächtigsten politischen Maschinen der USA - die Clintons und die konservative Rechte - hintereinander besiegt und einen schier endlosen Wahlkampf für sich entschieden. Und dann stellt Barack Obama sich einfach hin und schaut mit kühlem, etwas distanziertem Blick auf die vor ihm feiernde Menge. Keine Jubelschreie, keine Extravaganzen. Die Zurückhaltung entspricht dem Ernst der Lage. Denn Obama übernimmt das Land in einer wirtschaftlichen Situation, die so schlecht ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Seit den 30er-Jahren hatte wohl kein US-Präsident mehr eine derart schwere Ausgangsposition. Der amerikanische Finanzsektor steht unter Schock, der Immobilienmarkt liegt am Boden, und Millionen von Haushalten sind überschuldet. Zugleich stehen die maroden Autobauer des Landes vor dem Zusammenbruch, Hunderttausende von Jobs sind bedroht oder gehen bereits verloren. Infrastruktur, Gesundheitswesen und Bildungssektor sind für eine Industrienation in einem beschämenden Zustand. Die Ära Obama beginnt mit einer Rezession. Für Euphorie zum Amtsantritt gibt es daher überhaupt keinen Anlass.
So unwirklich dies allerdings in einer solch schlimmen Situation klingen mag: Gerade in der Tiefe der amerikanischen Wirtschaftskrise liegt auch die große Chance Obamas. Anders als Vorgänger George W. Bush, der das Land vor acht Jahren mit einem satten Haushaltsüberschuss übernahm und eigentlich nur vor der Frage stand, wie er das Geld verteilen sollte, ist Obama gezwungen, wirklich zu handeln. Nach einem für die USA schicksalhaften Jahr kann es fast nur noch aufwärts gehen. Wenn es dem neuen Präsidenten gelingt, die US-Wirtschaft mit Konjunkturspritzen vor dem schlimmsten Absturz zu bewahren, könnte er bald als Retter dastehen - mit einem kräftigen Mandat für nachfolgende Strukturreformen. Pläne für eine Umstellung auf erneuerbare Energien, eine echte Gesundheitsreform und bessere Bildung wären nicht utopisch. Die Voraussetzungen für einen Neustart sind gar nicht schlecht. Obama kann sich auf deutliche Mehrheiten seiner Partei in Senat und Repräsentantenhaus stützen. Und der Wunsch nach Veränderung ist nach acht Jahren Bush bei der Bevölkerung so groß, dass ein schwarzer Präsident erstmalig möglich wurde. Man könnte sagen, dass dies auch wohl der größte Verdienst von Georege Walker Bush ist.
Hinzu kommt, dass zwei große Ungleichgewichte der US-Wirtschaft bereits beseitigt sind: Der überproportional große Anteil der Finanzwirtschaft an den Unternehmensgewinnen hat sich mit dem Ende der Investmentbanken erledigt. Und die Blase auf dem Häusermarkt, die zur Grundlage eines nicht durch Einkommen gedeckten Konsums wurde, ist geplatzt. Beides sind schmerzhafte Einschnitte, die jedoch auch zur Grundlage einer Gesundung werden können. Von entscheidender Bedeutung wird sein, ob das nächste Konjunkturpaket wirkt. Immerhin hat der kommende Präsident ohnehin ein Wirtschaftsprogramm, das sich gut auf diese Herausforderung zuschneiden lässt. Obama will den Konsum anheben, neue Brücken, Straßen und Schulen bauen und die Steuerlast senken. All dies wird das Budgetdefizit der USA in Rekordhöhen treiben. Allerdings dürfte ein tiefer Absturz mit weg brechenden Steuereinnahmen noch schwerere Auswirkungen haben. Der erste schwarze Präsident der USA wird ein Rezessionspräsident sein. Darin liegt eine gewisse Tragik. Und eine gewaltige Chance.

Steffen Haake

Mittwoch, 5. November 2008

Pearl Habor

Ein Kommentar zum Film Pearl Habor
von Michael Bay (2001)



Pearl Harbor gilt als der am aufwändigste gedrehte Film aller Zeiten - ein Großteil der Flugzeuge und Schiffe von damals wurden originalgetreu nachgebaut, und die Spezialeffekte - sowohl die echten, als auch die computergenerierten - dürften alles übertreffen, was man bisher gesehen hat. In erster Linie jedoch ist Pearl Harbor eine große erzählende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Ereignisse im Pazifik.

Der Film zeigt, wie sich das Drama des Angriffs auf Pearl Habor zugetragen hat.
Ich finde den Film sehr gut, da ein Stück Geschichte verfilmt wurde.
Der Film spiegelt die Freundschaft in Zeiten der Freude und der Trauer wieder.

Carina Grohs

Love Vegas

Ein Kommentar zum Film Love Vegas
Der Originaltitel in Amerika ist „What Happens in Vegas...“
von Tom Vaughan (2008)

Wow, was für ein Film. Ashton Kutcher und Cameron Diaz in einen Film. Nicht schlecht, ich hätte mir den Film echt schlimmer vorgestellt. Ich bin in den Film mit sehr geringer Erwartung reingegangen und wurde sehr überrascht. Eine tolle Komödie die echt sehenswert ist, mit tollen Gags und es gibt einiges zu lachen. An manchen stellen droht es doch zu kitschig zu werden aber für meinen Geschmack war das noch völlig Okay. Kutscher in seiner Rolle als total schrecklichen Ehemann hat es doch noch ziemlich gut hinbekommen das man ihn trotzdem mag und Cameron Diaz gleich das zweite Mal geheiratet hat. Einfach total süß! Es macht einfach richtig viel Spaß sich den Film anzugucken. Ich empfehle ihn nur weiter.

Carina Grohs

Montag, 18. Februar 2008

Persönlicher Kommentar zum Bericht „Busemann und Heister-Neumann tauschen Ämter“

Meiner Meinung nach ist der Vorwurf des SPD-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Jüttner, "Kultusminister und Justizministerin tauschen die Zuständigkeiten nach dem Motto Not gegen Elend, ansonsten sollen die Versager von gestern die Gestalter von morgen werden" absolut berechtigt. Ich denke, dieses Zitat trifft die jetzige Lage rund um die Niedersächsische Bildungspolitik wie "die Faust aufs Auge".

Wie Wullf ja bekanntlich sagte, könne die ehemalige Justizministerin Heister-Neumann den Posten des Kultusministers optimal übernehmen, weil sie durch ihre Tätigkeit als Stadträtin schon Erfahrung mit Jugendlichen gesammelt hatte. Dass diese "Erfahrung" zwar nur das Verteilung von Geldern zu den Schulen beinhaltete ließ er jedoch unbeachtet. Wenn man seine Theorie nun also zu Ende überlegt, könnte ja jeder, der irgendwann einmal etwas mit Schulen zu tun gehabt hat Kultusministerin werden: Also auch eine Raumpflegerin, welche die Schule reinigt wäre somit für den Posten des Kultusministers gerade zu prädestiniert.

Doch die große Frage ist doch, wieso Wulff seinen "Vorzeige-Minister" Busemann entlassen hat? Er hat doch angeblich "erstklassige" Arbeit geleistet – wieso sollte man ihn also in ein anderes Amt stecken??? Lauter Fragen, die wohl mit gesundem Verstand nicht beantwortet können. Schließlich ist es Tatsache, dass Bernd Busemann als Kultusminister keineswegs erstklassige Arbeit geleistet hat – im Gegenteil: Er hat meiner Meinung nach auf ganzer Linie versagt.

Nicht nur das Verbot der Einrichtung neuer Gesamtschulen (was mittlerweile auch widerrufen wurde) ist auf seinen Mist gewachsen – er hat auch zahlreiche andere Irrtümer der Bildungspolitik zu verantworten: Er führte die Gebühren für Lernmittel ein, das Abitur nach Jahrgang 12 ("G8"), kürzte den Schulen den Etat und die Lehrerstunden usw.

Insgesamt kann man von einem sachfremden Juristen aber auch nichts anderes erwarten, als das er praxisferne, unrealistisch und schließlich auch dumme Entscheidungen fällt. Somit ist der sicherlich schlechte Minister Busemann in seinem zukünftigem Ressort, Jura, auf jeden Fall besser aufgehoben.

Das hat der amtierende Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) wohl auch erkannt. Somit ist seine Konsequenz, Busemann aus seinem Amt zu nehmen natürlich auch die einzig richtige. Die Frage ist aber nur, wieso er das Kultusministerium schon wieder mit einer sachfremden Juristin besetzt und den Versager Busemann wieder in so ein wichtiges Amt steckt.
Insgesamt kann man einfach nur sagen, dass diese personelle Veränderung ein typisches Beispiel dafür ist, wie unglaubwürdig die Politik des Ministerpräsidenten Christian Wulff und der CDU ist.
Steffen Haake

Montag, 21. Januar 2008

Kommentar zum Vorstoß Roland Kochs zur Jugendkriminalität

Roland Koch ist als Politiker absolut unglaubwürdig, und das seit Anfang an. Meine These, er sei unglaubwürdig, hat er wieder einmal durch seinen Vorstoß, man solle jugendliche Gewalttäter, was seiner Meinung nach hauptsächlich Jugendliche mit Migrationshintergrund wären, mit der „ganzen Härte des Gesetzes“ bestrafen und zusätzlich auch noch die entsprechenden Gesetze verschärfen, bestätigt. Was ihn aber noch unglaubwürdiger macht, ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass er ein so schwieriges Thema, wie die Jugendkriminalität, deren Ursachen, deren Bestrafung und alles was noch dazu gehört, als „Wahlkampfthema Nr.1“ nimmt und es, zusammen mit der Bild-Zeitung, so skrupellos ausschlachtet und dadurch auch noch gefährlichen Ausländerhass schürt. Aus diesem Grund kann ich die Äußerung des Zentralrates der Juden, Koch sei der NPD nahe, voll und ganz unterschreiben. Des Weiteren muss er sich, wenn er während seiner Amtszeit als Hessischer Ministerpräsident ca. 1000 Polizistenstellen und auch noch rund 80 Staatsanwalts- und Richterstellen abbaut, natürlich auch nicht wundern, wenn die Jugendkriminalität wächst, weil sie ja so weniger gut kontrollierbar ist. Dazu kommt, dass er sowohl in Alternativen zur Gefängnisstrafe, wie z.B. Camps, in denen die Jugendlichen „resozialisiert“ werden sollen, oder auch Projekte, in denen straffällige Jugendliche in so genannte Pflegefamilien kommen als auch in die Schulbildung etc. nur sehr wenig oder teilweise auch nicht investiert hat. Und ich denke gerade hier liegt einer der Schlüssel zur Lösung des Problems der Jugendlichen: Im Schulsystem. Meiner Meinung nach wird durch das derzeitige dreigliedrige Schulsystem sehr viel kaputt gemacht. Die Jugendlichen aus den sozialschwachen Familien besuchen meistens die Hauptschule. Hier werden sie mit anderen Jugendlichen zusammen geführt, welche die gleichen Probleme wie sie haben. Doch bei einer solchen Vielzahl von Problemkindern und noch dazu in Zeiten leerer Kassen ist es für die Hauptschule selbstverständlich unmöglich, die Probleme zu lösen. Und somit vergrößern sie sich auch noch erheblich. Die Jugendlichen geraten in einen Teufelskreis: Sie rutschen in kriminelle Kreise, machen keine Ausbildung, werden daher arbeitslos und ihre Kinder dann meist auch – das zeigt die Statistik. Und all dies, der Gefängnisaufenthalt mit Prozess etc., später das Arbeitslosengeld und noch vieles andere kostet dem Staat viel Geld. Dieses Geld könnte meiner Meinung nach gespart oder besser gesagt sinnvoller investiert werden: Man könnte dieses Geld einerseits in die Bildung und andererseits in Alternativen zur Gefängnisstrafe investieren. Durch bessere Bildung, sprich die Abschaffung der Hauptschule und die Einrichtung bzw. den Ausbau einer anderen Schulform, z.B. einer integrierten Schule (IGS), wäre die Wahrscheinlichkeit größer, dass Jugendliche aus sozialschwachen Familien einen besseren Abschluss erlangen, einen Ausbildungsplatz bekommen, schließlich Arbeit finden. Dadurch könnte man sicherlich auch die Kriminalität hauptsächlich unter Jugendlichen vermindern. Die Investition in Alternativen zur Gefängnisstrafe finde ich deshalb sinnvoll, weil erstens einmal ganz allgemein bei der „Bestrafung“ von Jugendlichen, nachdem sie gegen das Gesetz verstoßen haben, die „Erziehung“ und die Resozialisierung der Jugendlichen im Vordergrund stehen sollte und nicht die „Rache“ an ihnen. Allerdings ist es auch klar, dass man Menschen, die eine Bedrohung für andere Menschen darstellen auch so behandeln muss, dass man Andere vor ihnen schützt. In Punkto Erziehungslager bin ich allerdings der Meinung, dass so genannte „Boot-Camps“, wie es sie in den USA gibt, absoluter Quatsch sind. Die Rückfallquote liegt auch hier bei min. 55%, also schon fast so hoch wie die der Deutschen Gefängnisse (ca. 80%). Außerdem sind diese Camps teilweise fast menschenverachtend und absolut auf kranken und übertriebenen Drill ausgelegt. Die Deutschen „Erziehungscamps“ halte ich zwar für ein wenig besser, allerdings finde ich, dass es auch wenig sinnvoll ist, die Jugendlichen wie in einigen Beispielen durch Sport, bzw. Boxen, wieder auf „den richtigen Pfad“ bringen zu wollen. Ich denke nämlich, dass Sport sicherlich den Teamgeist und auch viele andere Dinge absolut fördert, es aber wenig sinnvoll ist, in diesen Camps nur Sport zu machen und nichts was so zu sagen wirklich mit der Realität zu tun hat. Ein anderer Grund dafür, dass ich solche Camps nur bedingt unterstütze ist, dass die Jugendlichen hier keine intakte Familie oder Ähnliches was für sie beispielhaft sein sollte, kennen lernen. Aus diesem Grund halte ich das Konzept der Pflegefamilien für sinnvoller, weil die Jugendlichen hier eben gerade das „vorgelebt“ bekommen, was für sie maßgeblich sein soll: eine intakte Familie. Mein Fazit ist, dass es sicherlich mehrere Möglichkeiten (Bekannte und noch Unbekannte) gibt, um dieses große Problem zu lösen. Und da ist es auch überhaupt nicht schlimm, dass eine absolute Lösung nun mal noch nicht gefunden ist. Wichtig ist nur, dass man darüber diskutiert und debattiert, um gemeinsam zu einer demokratischen und wirksamen Lösung zu kommen. Falsch und absolut verwerflich ist allerdings, dass ein Politiker wie Roland Koch dieses Thema auf so perverse Art und Weise ausnutzt und zum Wahlkampf macht.

Steffen Haake